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Herzlich willkommen! Nehmen Sie
sich wenige Minuten, verstehen Sie, wie ein
s l o w f o t o entsteht. In wenigen
Schritten können Sie Ihre Fotos deutlich verbessern.
Wie entsteht mein
s
l o w f o t o
in neun Schritten?
1.Geeignete
Auswahl an Gerätschaft für die Anwendung (Dokumentation - Gesellschaft - Location - (Blitz-)Licht - Aktion), geladene Akkus nicht
vergessen!
2. Belichtungsparameter (ISO) mit Probeaufnahmen erstellen.
3. Geeignete Blickwinkel (entsprechende Brennweiten) vorher überlegen und
4. geeignete Standorte und Entfernungen dafür finden.
5. Aufnahme: Kamera einschalten mit geprüften Einstellungen, für statische
Motive [Av] mit Blende 8-22 für große Schärfentiefen und ISO Werte 50-200,
für dynamische Motive [Tv] mit kurzen Belichtungszeiten 1/250/2000 sec für
eingefrorene Bewegung und ISO Werte 4000-3200,
6. Autofokus (AF) auf den schnellen Kreuzsensor in der Bildmitte legen und
per Taste bedienen, bei beweglichen Motiven zur Nachführung gedrückt halten,
danach sofort
7. den Bildausschnitt im Sucher ausgewogen (Beispiel Goldener Schnitt) aber
präzise festlegen und per halbgedrücktem Auslöser den integralen
Belichtungsmesswert speichern (AE) und
8. auslösen und eine kurze Kontrolle am kamerarückseitigen Bildschirm.
9. Nach der erfolgten Aufnahmesession neue Bilder in den eingerichteten
Ordner des mitgeführten Notebooks abspeichern und bewerten:
Ziel dieses Vorgehen ist, mit so wenig sinnvoller Nacharbeit am PC wie nötig
Aufnahmen in möglichst hoher Qualität bereits in der Kamera zu speichern.
Kameratypen
Digitale Kameras lassen sich in Kompakte und Spiegelreflexkameras teilen.
Die Kompakten erlauben per Live-Bild Aufnahmen fernab vom Auge, sind
handlich, leicht und immer dabei, mittlerweile verfügen sie über 3 Zoll
große Bildschirme und selten über einen Blitz mittig oberhalb der
Objektivachse. Die Autofokus- und Zoomfunktionen, die Einschaltzeit und
Bildfolge erfordern etwas mehr Geduld. Die Zoombrennweiten liegen i.d.R bei
7-21mm effektiv, was einem Kleinbild äquivalenten Bildwinkel von 35-105mm
entspricht. Wegen dieser sehr kurzen Brennweiten sind die Schärfenbereiche
weit ausgedehnt, wenn gutes Licht vorhanden ist. Identische
Aufnahmeparameter sind kaum möglich. Gute Kompakte kosten etwa € 200-500,
Paradebeispiele sind die absolut wetterfeste CANON D10 bzw. CANON G 11 im
RAW-Modus mit DxO Entwicklung.
Spiegelreflexkameras müssen am Auge verwendet werden. Live Vorschaubilder
sind mittlerweile verbreitet, diese Kameras können die Vorschau auch auf das
Notebook übertragen. Bei schnellen Kameras sind kurze Einschaltzeiten und
die lange Bildfolgen für Amateuransprüche völlig ausreichend.
Wechselobjektive oder externe Blitzgeräte erlauben weitere sinnvolle
Investitionen. Identische Aufnahmeparameter sind unschwer möglich. Gute dSLR
kosten mit Kitobjektiv 18-55mm und zentralem Blitz ca. € 400-700.
Bildsensoren
Bildsensoren unterscheiden sich wesentlich durch drei verschiedene Größen:
Sensor der Kompakten
Größe ca. 6 x 8mm , 6-12 Mio. Pixel
Brennweite 7-21mm = 3-fach Zoom
Umrechnungsfaktor 5 => effektive Brennweite x 5 und effektiver Bildwinkel :
5
Sensor der kompakten dSLR
Größe ca. 16 x 24 mm, 6-18 Mio. Pixel
Brennweite Kit-Objektiv 18-55mm = 3-fach Zoom
Umrechnungsfaktoren: 1,5 Nikon - 1,3 bis 1,6 Canon - 2,0 Olympus =>
effektive Brennweite x 1,5/1,3-1,6/2 und effektiver Bildwinkel :
1,5/1,3-1,6/2
Sensor der Vollformat dSLR 24 x 36mm
12-21 Mio. Pixel
Brennweite Kit-Objektiv 24 - 105 mm 4-fach Zoom
Umrechnungsfaktor 1 (Sensorgröße entspricht Kleinbildfilm oder KB-Dia)
Pixel: Je mehr, desto größer das druck- und sichtbare Bild und die Bilddatei
- eine Postkarte mit 10x15cm erfordert 2 Mio. Pixel, große Pixel vertragen
mehr Licht: Kleine Sensoren sind wenig empfindlich und rauschen früh (ab ISO
200), große Sensoren sind empfindlicher und rauschen später (ISO 50 bis
3200). Vollformatsensoren mit 21 Mio. Pixel überfordern selbst sehr gute
Zoomobjektive, erreichen dafür mit Makrofestbrennweiten bisher ungeahnte
Auflösungen.
Brennweiten
Je kürzer (f 10 mm), desto größer der Bildwinkel, desto größer die
Schärfentiefe
Je länger (f 300 mm), desto kleiner der Bildwinkel, desto geringer die
Schärfentiefe
Blende = Pupille, bei viel Licht schließen -> F 32, bei wenig Licht öffnen
-> F 1.8
Tipp als Mittelwert -> F 7-9
Lichtstärkere Festbrennweiten haben ebenfalls ihren Reiz in der
kontrastreichen und verzeichnungsarmen Abbildungsqualität (EF 2.8 24 - EF 35
2.0 - EF 50 2.5 macro - EF 85 1.8 - EF 100 2.8 macro) und vor allem im
Nahbereich.
Belichtungszeiten
Tipp: Pro mm Brennweite 1/mm Sekunde, Beispiel f 60mm als Minimum 1/60 sec,
besser 1/125 sec, bei f 300 mm 1/500 sec zur Sicherheit gegen Verwacklen
Automatiken
Grün = Automatikprogramm, die Kamera(software) denkt alleine…
Tipp1: Sportprogramm mit kurzer Belichtung ohne Blitz, dafür
Serienbildoption und nachgeführtem Autofokus eignet sich für alles, was sich
bewegt
Tipp2: Nachtprogramm mit langer Belichtung und Aufhellblitz eignet sich
vorzüglich für Objekte im Schatten am helllichten Tag
Tipp3: Blitz-aus Programm wie Grün ohne Blitzoption (Stativ, Selbstauslöser)
[P] = Programmautomatik, die Kamera ermittelt eine Blenden/Zeitkombination
nach vorhandenem Licht
[Tv] = Time value, die Kamera ermittelt den Blendenwert nach
voreingestellter Belichtungszeit (Tipp 1/250 sec je nach Brennweite)
[Av] = Aperture value, die Kamera ermittelt den Belichtungswert nach
voreingestellter Blende (Tipp F 7-9 oder nach gewüschter Tiefenschärfe)
[M] = manuelles (Meister-) Programm, die Kamera arbeitet mit den
vorgegebenen Blenden- und Zeiteinstellungen und zeigt im Balkendiagramm
deren Übereinstimmung zum vorhandenen Licht (Tipp für Makro 1/200sec popup
Blitz F 20 f 55/60mm ISO 100)
Empfindlichkeit
ISO ist die wichtigste Einstellung überhaupt (ISO 50 100 200 400 800 1600
3200). Hohe Empfindlichkeit bedeutet größeres (Verstärkungs-) Rauschen. Tipp
ISO 200 und weniger bei gutem Licht, ISO 800 und mehr bei wenig Licht. Hohe
ISO Werte senken die Belichtungszeit (aus der Hand).
Blitz
Blitzlicht, auch kombiniert aus mehreren Quellen, wird von der modernen
Kamera per unsichtbarem Vorblitz gerechnet oder mit einem Probeblitz
fixiert. So unverzichtbar der geräteeigene Popup-Blitz (klappt auf) z.B. für
Nahaufnahmen bei ca. 30 cm ist, so segensreich kann die softe Aufhellung bei
wenig Hauptlicht oder von 1/2000 sec zum Fixieren von Bewegungen auch bei
längeren Belichtungen dienen. Natürliches Licht sollte von der Blitzkeule
nicht erschlagen werden, direktes Blitzlicht kann Stimmungen zerstören,
seitliches hinterlässt oft unschöne Schlagschatten.
Wiedergabe
Wiedergabeseitig ist darauf zu achten, dass ausschließlich farbkalibrierte
Bildschirme zum Einsatz kommen, sonst sind Bildbearbeitungen bezüglich
Helligkeits- und Farbwerten nicht nachvollziehbar. Zudem bereitet es beim
Betrachten am Bildschirm oder mit dem Beamer einfach Freude, immer wieder
gleiche Farben vorzufinden. Das gilt genauso für den vorhersagbaren Druck:
Für kleine Bildformate verwende ich den Tintenstrahldrucker, für Postkarten
(10x15) den Thermosublimaten (Canon Selphy), größere Prints (bis 50x70)
hingegen kommen aus dem gewerblichen Labor.
Bildbearbeitung
Bildbearbeitung ist in aller Munde, dennoch beginnt das Bild im Kopf,
entsteht zunächst zwischen den Ohren (=> what you see is what you get):
Entweder sieht man das Bild vor den Augen (Konstruktion oder Vorlage)
oder man erkennt es in der Situation (Zeichnen mit vorhandenem Licht).
Ein Bild ist erst dann gut, wenn man nichts mehr abschneiden (=ändern) muss!
Manche Aufnahmen sehen erst nach umfangreicher Bearbeitung richtig gut aus,
dazu gehören Kalenderbilder oder spezielle Exponate (Ausstellung). Es ist
schon bemerkenswert, wie weit der Belichtungsspielraum des Sensors von rund
neun Blendenwerten durch gezielte Manipulation zu puschen ist, wie aufregend
Kontraste und Farben mit gekonnten Veränderungen in ihrer Wirkung gesteigert
werden können. Das war mit analogem Filmmaterial nur sehr schwer zu
erreichen und insbesondere für den Amateur nahezu unmöglich.
Dokumentation
Für die Dokumentation hingegen ist eine möglichst hohe Farb- und
Helligkeitstreue wichtig. Aus meinen Erfahrungen weichen die gelieferten
Werkseinstellungen vor allem in den [Auto]- und [Motiv]-Programmen wohl aus
Zugeständnissen an den Markt von meinen präferierten Menue-Einstellungen
(CANON: Bildstil Natürlich - Intensität und Kontrast +1) für z.B. präzise
Hautfarben deutlich ab.
Zusammenfassung: Erste
Schritte
1. Verfügbares Licht: Welchen ISO Wert benötige ich?
2. Voraussichtliche Motive: Mit welchem [P]rogramm werde ich arbeiten?
3. Vorfokusieren, um scharf zu sehen
4. Bildkomposition, waagrecht ausrichten, unnütze Partien weglassen
5. Belichtung integral speichern und Aufnahme-n durchführen
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